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Meine Zukunft

Willkommen in der Zukunft, im Jahr 2035 ! Ich stelle euch heute einen ganz gewöhnlichen Tag aus meiner Zukunft vor:

7:00 Uhr, der Wecker klingelt. Aufstehen! Langsam gehe ich ins Badezimmer. Ab unter die Massage-rund–um-Dusche. Danach starte ich meine Kleiderauswahlapp. Sie kennt den aktuellen Wetterbericht und wählt für mich meine Klamotten aus, wenn ich es will und heute will ich es, denn es ist Montag.

Da kommt auch schon 777099 angerollt. Mein Hausarbeiten-Roboter. Bevor ich losfahre, programmiere ich ihn noch auf seine heutigen Aufgaben und esse etwas. Auch das bereiten des Frühstücks nimmt uns einer unserer digitalen Hausdiener ab, unser Zentral-PC. Er ist im Kühlschrank installiert und ich brauche morgens nur mein Fach zu öffnen und alles steht dort für mich bereit. So wie ich es am liebsten mag. Jetzt geht’s los zur Arbeit.

Ich gehe. Ich könnte mich genauso gut teleportieren oder zu Hause arbeiten, aber ich gehe gerne durch die schönen grünen Straßen in unserer Stadt. Nicht alles, was alt ist, ist schlecht. Ich arbeite mit einem guten Freund in einem kleinen gut ausgestatteten Ingenieurbüro in einem alten Park. Er entstand, da die riesigen Supermärkte und Gewerbegebiete abgerissen wurden. Sie werden in unserer digitalisierten Welt kaum noch benötigt und Klimaschutz hat heutzutage höchste Priorität. Mein Großvater würde sich kaputtlachen, wenn er das wüsste!

Als ich so gehe, sehe ich auf der anderen Straßenseite laufen zwei ziemlich korpulente Leute. Sie sind, wie viele andere, in die Gemütlichkeits-Falle getappt und kommen mit dem Wandel der Zeit nicht zurecht. Heutzutage sind Sport und eine gesunde Ernährung wichtiger denn je, da wir uns kaum noch zu bewegen brauchen, wenn wir es nicht wollen.

Als ich um 16 Uhr von der Arbeit komme, ist meine Frau auch wieder daheim. Sie arbeitet vormittags in einem Büro und am Nachmittag von zu Hause aus. So hat sie Zeit für unseren Sohn.

Um 18 Uhr hole ich meinen Sohn von seinem Freund ab. Die beiden Jungs sind so in ihr Hologrammspiel vertieft, dass sie die Klingel gar nicht hören. Erst als ich zum dritten Mal klingele, kommt jemand. Aber ich ärgere mich nicht darüber. Es ist schön, wenn sie sich so gut verstehen.

Zum Abendbrot sollte es eigentlich Salat aus unserem Dachgarten geben, so etwas gibt es jetzt überall hier in der Stadt. Man kann sie pachten und sie erfüllen wichtige Isolier- und Beschattungsaufgaben, aber er ist von G9F-Salatwürmern, mutierten Parasiten, befallen und damit ungenießbar . Also gehe ich zum Bäcker. Den gibt es noch in unserer Stadt. „Drei Brote bitte“, sage ich. „Das sind dann 7 Digi-Coins“, antwortet die Verkäuferin. Der Digi-Coin ist die neue Währung, mit der man überall bezahlen kann. Weltweit über’s Netz. Alles per App.

Zu Hause essen wir also alle zusammen Abendbrot, wie früher, aber das mag ich hin und wieder sehr gern. Um 8 Uhr bringe ich dann meinen Sohn ins Bett. Er ist erst 5 Jahre alt und hat im Dunkeln Angst. Also lege ich mich noch zu ihm.

Als er schläft, gehe ich wieder runter und starte unsere digitale Wand. Die ersetzt heute viele Tapeten. Ich checke dann die News des Tages, chatte mit Freunden und erledige die Einkäufe für die nächsten Tage per App. Um 22 Uhr gehe auch ich dann in Bett.

So sieht er also aus, mein Tag in 2035.

P.S.: in der zukunft wurde die groß- und kleinschreibung abgeschafft. das spart zeit und gehirnkapazität. SUPER WAS?!!!

Es ist lange her und ich habe mich mal wieder versucht mit „Groß“ und „Klein“ – Daher verzeiht mir die Fehler, die Ihr findet. :-) Sorry, ich hoffe ihr könnt es trotzdem verstehen.

Finn

Gymnasium Groß Ilsede

5. Klasse