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Ich im Jahr 2035

Als ich an einem schönen Montagmorgen (wenn der erste Arbeitstag der Woche denn schön sein kann) aufwachte, klingelte mein Handy. Mir wurde gesagt, ich solle ins Parlament kommen, da es eine wichtige Besprechung gäbe, zu der ich (also der Bundeskanzler) erscheinen solle. Ich rief bei meiner Schule an und erklärte dem Schulleiter, ich könne nicht kommen. Da sagte er, dass das nur ginge, wenn ich die Zeugnisse meiner Schüler jetzt schon schreiben würde und morgen dann 4 Vertretungsstunden machen würde.

Ich dachte nach und erwiderte, dass es gehen würde, da morgen keine Besprechung sei, wenn heute schon was ist. So flog ich mit meinem roboterriesiertem und schnellem Bugatti der Klasse „seichter Flieger“ los.

Als ich am Parlament angekommen war, wartete dort der chinesische Kanzler auf mich. So gingen wir in mein Besprechungszimmer mit der automatiesierten und super schnellen Kaffeemaschine die anhand deiner Gedanken abliest, was du möchtest.

Dort sagte er: „Auch wenn die Verhältnisse zwischen unseren Ländern schlecht sind, müssen wir den 3. Weltkrieg verhindern.“ Ich antwortete: „Sie waren immer gegen ein Bündnis, deswegen stimme ich zu.“ So hatte ich die Welt gerettet, dachte ich, aber der chinesische Kanzler sagte: „Dafür muss Deutschland uns im Krieg gegen die Russen helfen, die fast ganz Asien eingenommen haben.“ Sofort antwortete ich ihm: „Da die Russen als nächstes Deutschland angreifen würden, helfe ich euch gerne, weil es nicht nur China hilft, sondern auch Deutschland.“

Als der chinesische Kanzler weg war, trank ich noch schnell meinen Kaffee, den mir meine Maschine vorbereitet hatte, und flog mit meinem Flug-Bugatti nach Hause, um die Zeugnisse zu schreiben. Zwar hatte ich keine Lust, machte es trotzdem, da ich es geschafft hatte, Deutschland und China wieder zu befreunden und womöglich den 3. Weltkrieg abzuwenden. Was für mich schön war, denn mit meinen 33 Jahren wollte ich noch viel machen.

Als am Abend meine Frau ankam, erzählte ich ihr vom erfolgreichen Tag. Sie war überglücklich, denn in China lebte ihre Mutter. Ihr Vater war mit ihr nach Deutschland gezogen, weil er in Hannover eine Arbeit gefunden hatte. Sie wollte seit 10 Jahren mal wieder ihre Mutter sehen, aber die chinesische Regierung hatte die Grenzen geschlossen. Da fiel mir etwas ein, ich sprang in mein Auto und fuhr zum Kindergarten meiner Tochter, die seit einer Stunde auf mich wartete.

Dort angekommen, sah ich sie schlafend an der Tür vom Kindergarten lehnen. Ich nahm sie behutsam auf den Arm und brauste mit ihr zurück. Meine Frau war kein bisschen sauer, da ich heute so viel zu tun hatte. Meine Tochter schlief immer noch, als ich sie in ihr Bett legte.

Ich wünschte, ich wäre Erfinder und würde eine Maschine erfinden, mit der ich die Zeit zurückdrehen, könnte damit ich Kanzler, Vater und Lehrer gleichzeitig sein könnte. Doch dann dachte ich, wann sollte ich so was erfinden, da ich doch nie Zeit hatte.

Tom

Schillerschule Hannover

6. Klasse